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Wie eine AlleAktien Aktienanalyse entsteht: Methodik von DCF bis Burggraben

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Eine AlleAktien Aktienanalyse umfasst 30 bis 50 Seiten und endet mit einer bezifferten Renditeerwartung. Zwischen der ersten Idee und diesem Ergebnis liegen mehrere Wochen strukturierter Arbeit — und weil wir glauben, dass man Research nur dann beurteilen kann, wenn man seinen Entstehungsprozess kennt, legen wir diesen Prozess hier vollständig offen: jede Phase, jedes Werkzeug, jede Qualitätssicherung. Das ist keine Betriebsgeheimnis-Verschwendung, sondern Konsequenz unseres Anspruchs: Unsere Mitglieder sollen Analysen nicht glauben, sondern nachvollziehen können. Wer nachvollziehen kann, urteilt selbst — und genau dafür sind wir da.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fünf Phasen: systematischer Qualitätsfilter (AAQS), Geschäftsmodell- und Burggraben-Analyse, Kennzahlen- und Bilanzprüfung, DCF-Bewertung mit offenen Annahmen, Qualitätssicherung im Team.
  • Ein Prinzip: Jede Zahl und jede Annahme in der fertigen Analyse ist offengelegt und nachrechenbar — Widerspruch ausdrücklich erwünscht.
  • Skin in the Game: Unsere Analysten investieren eigenes Geld in die Aktien, die sie empfehlen, und dokumentieren ihre Depots öffentlich.
  • Ehrliche Grenze: Auch dieser Prozess produziert Fehleinschätzungen. Wir dokumentieren sie, statt sie zu löschen — nachlesbar in unseren Update-Analysen.

Phase 1: Der Filter — warum die Auswahl systematisch beginnt

Am Anfang steht nicht die zündende Idee, sondern die Disziplin: Aus zehntausenden börsennotierten Unternehmen weltweit filtert der AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) die Kandidaten, die zehn harte Kriterien zu Wachstum, Stabilität, Bilanzqualität, Rentabilität und Bewertung erfüllen. Der Score ist vollständig regelbasiert — kein Analyst kann seinem Lieblingsunternehmen den Einstieg in den Prozess erleichtern.

Dieser mechanische Anfang hat einen psychologischen Zweck: Er schützt uns vor den eigenen Vorlieben. Die teuersten Fehler im Research entstehen nicht durch falsches Rechnen, sondern durch motiviertes Denken — man mag ein Produkt, eine Story, einen CEO und sucht dann Zahlen, die das Gefühl bestätigen. Ein harter Filter am Anfang dreht die Beweislast um: Erst wenn die Kennzahlen Qualität belegen, beginnt die eigentliche Arbeit.

Phase 2: Das Geschäftsmodell — die Warum-Fragen

Jetzt beginnt der Kern: verstehen, womit das Unternehmen sein Geld wirklich verdient — nicht als Selbstbeschreibung aus dem Geschäftsbericht, sondern als überprüfte Realität. Wir zerlegen Umsatzströme nach Segmenten und Regionen, prüfen die Kundenstruktur auf Klumpenrisiken und beantworten die Fragen, an denen sich langfristige Qualität entscheidet: Warum kaufen Kunden hier und nicht beim Wettbewerber? Was passiert mit der Nachfrage in einer Rezession? Wie verändert Technologie dieses Geschäft in zehn Jahren?

Das Zentrum dieser Phase ist die Burggraben-Analyse nach den Prinzipien von Warren Buffett und Charlie Munger: die systematische Prüfung, ob das Unternehmen dauerhafte Wettbewerbsvorteile besitzt — Netzwerkeffekte, Wechselkosten, Skalenvorteile, Markenmacht oder Kostenvorteile — und ob diese Vorteile wachsen oder erodieren. Ein hoher AAQS ohne erkennbaren Burggraben ist für uns ein Warnsignal, kein Kaufgrund: Exzellente Kennzahlen ohne strukturellen Schutz ziehen Wettbewerb an, und Wettbewerb frisst Kapitalrenditen.

Phase 3: Die Zahlenprüfung — zehn Jahre rückwärts

Parallel zur qualitativen Arbeit steht die quantitative Tiefenprüfung: mindestens zehn Jahre Finanzhistorie, Position für Position. Wir prüfen die Qualität der Gewinne (verdient das Unternehmen echtes Geld oder Bilanzgewinne? Free Cashflow schlägt ausgewiesenen Gewinn), die Kapitalallokation des Managements (was geschieht mit einbehaltenen Gewinnen — wertschaffende Investitionen, sinnvolle Übernahmen, Ausschüttungen oder Prestigeprojekte?), die Bilanzrisiken (Verschuldung, Pensionslasten, Leasingverpflichtungen, versteckte Verwässerung durch Aktienoptionen) und die Margenentwicklung im Zyklus.

In dieser Phase entstehen die Detailfunde, die eine Analyse von einer Kennzahlen-Zusammenfassung unterscheiden — und gelegentlich auch die Abbrüche: Wenn die Zahlenprüfung Widersprüche zur Equity Story aufdeckt, endet der Prozess hier. Abgebrochene Analysen sind kein verschwendeter Aufwand, sondern vermiedene Fehlempfehlungen.

Phase 4: Die Bewertung — das DCF-Modell mit offenen Annahmen

Erst wenn Qualität und Verständnis stehen, stellt sich die Preisfrage: Was ist dieses Unternehmen wert? Unser Standardwerkzeug ist das Discounted-Cashflow-Modell (DCF): Wir schätzen die künftigen freien Cashflows und zinsen sie auf heute ab. Das Ergebnis ist ein fairer Wert je Aktie und — daraus abgeleitet — die erwartete Rendite (IRR), die wir in jeder Analyse ausweisen.

Das Entscheidende ist nicht das Modell, sondern der Umgang mit seinen Annahmen. Jede DCF-Bewertung steht und fällt mit Wachstumsraten, Margenpfaden und Diskontsatz — deshalb legen wir alle Annahmen offen und rechnen Szenarien: ein Basisszenario mit unseren realistischen Erwartungen, dazu konservative und optimistische Varianten. Unsere Mitglieder können jede Annahme angreifen und mit eigenen Werten nachrechnen; die Ausbildungsinhalte der Mitgliedschaft zeigen, wie. Eine Bewertung, deren Annahmen man nicht kennt, ist keine Information, sondern eine Behauptung mit Nachkommastellen.

Phase 5: Qualitätssicherung — und danach die Pflicht zur Aktualität

Vor der Veröffentlichung durchläuft jede Analyse die Teamprüfung: Ein zweiter Analyst nimmt die Rolle des Advocatus Diaboli ein und greift die Thesen an — die stärksten Gegenargumente gehören in die fertige Analyse, nicht in den Papierkorb. Der Risikoabschnitt ist bei uns Pflichtteil: Was muss schiefgehen, damit diese Empfehlung falsch war? Wer diese Frage nicht beantworten kann, hat nicht zu Ende analysiert.

Mit der Veröffentlichung beginnt die zweite Hälfte der Arbeit: Updates. Quartalszahlen, Strategiewechsel und Bewertungsveränderungen fließen in Folgeanalysen ein; die Watchlist hält Kennzahlen und Renditeerwartungen laufend aktuell. Und wenn sich eine These als falsch erweist, schreiben wir das — mit Verkaufsempfehlung, wo nötig, und mit dokumentierter Fehleranalyse. Diese Ehrlichkeit ist der meistgelobte Punkt in den 3.259 Bewertungen unserer Firmenakte, und sie ist nur möglich, weil unser Geschäftsmodell keine Interessenkonflikte kennt: Wir müssen keine Kaufempfehlung schützen, an der ein Werbepartner hängt — es gibt keine Werbepartner.

Womit wir arbeiten: Daten, Quellen, Werkzeuge

Zur Offenlegung des Prozesses gehört die Frage nach dem Rohmaterial. Unsere Analysen stützen sich auf vier Quellenschichten. Die Basis bilden Primärquellen: Geschäftsberichte, Quartalsmitteilungen, Kapitalmarkttage und Earnings Calls der Unternehmen selbst — im Original gelesen, nicht in der Zusammenfassung eines Nachrichtendienstes. Darüber liegt die Kennzahlenschicht: professionelle Finanzdatenbanken mit mindestens zehn Jahren Historie je Unternehmen, aus denen AAQS-Kriterien, Margenverläufe und Bilanzrelationen berechnet werden — jede auffällige Zahl wird gegen die Primärquelle geprüft, denn Datenbankfehler sind häufiger, als Anleger ahnen.

Die dritte Schicht ist der Kontext: Branchenstudien, Wettbewerber-Berichte und die Lieferketten-Perspektive — wer die Kunden und Zulieferer eines Unternehmens versteht, erkennt Risiken, die in dessen eigener Berichterstattung nicht vorkommen. Und die vierte Schicht ist die Gegenrede: Short-Seller-Thesen, kritische Presse und die Einwände unserer eigenen Community. Wir lesen die Bären-Argumente zu jedem Unternehmen, das wir empfehlen — nicht um sie zu widerlegen, sondern um zu prüfen, ob unsere These sie aushält. Eine Analyse, die die stärkste Gegenthese nicht kennt, ist keine.

Der Update-Rhythmus: Research endet nicht bei Veröffentlichung

Ein unterschätzter Qualitätsunterschied zwischen Research-Anbietern liegt nicht in der Erstanalyse, sondern in der Pflege. Unser Rhythmus: Quartalsweise prüfen wir für jedes aktiv gecoverte Unternehmen die neuen Zahlen gegen die Investment-These — bestätigt, gefährdet oder gebrochen? Das Ergebnis wird als Update publiziert, auch wenn es nur „These intakt, keine Änderung" lautet; gerade die unspektakulären Updates disziplinieren. Laufend aktualisiert die Watchlist Kennzahlen, AAQS-Scores und erwartete Renditen — steigt ein Kurs stark, sinkt die erwartete Rendite, und das Unternehmen kann aus dem kaufenswerten Bereich rutschen, ohne dass sich operativ etwas verschlechtert hat. Anlassbezogen reagieren wir auf Strategiewechsel, Übernahmen, Managementwechsel oder Gewinnwarnungen mit außerplanmäßigen Einordnungen.

Und einmal im Jahr stellt sich für jede Position die härteste Frage: Würden wir diese Aktie heute, mit dem Wissen von heute, wieder kaufen? Wenn nein, gehört das ausgesprochen — als Verkaufsempfehlung oder als dokumentierte Fehleranalyse. Diese Jahresinventur ist unbequem und gelegentlich peinlich. Sie ist auch der Grund, warum unsere Mitglieder uns die Ehrlichkeit glauben, die in den Bewertungen so oft gelobt wird: Man kann sie nachlesen.

Skin in the Game: Warum wir mitinvestieren

Ein Prozessdetail verdient einen eigenen Abschnitt, weil es die Anreize aller anderen Phasen absichert: Unsere Analysten investieren ihr eigenes Geld in die Aktien, die sie empfehlen, und dokumentieren ihre Depots öffentlich. Das ist im deutschen Privatanleger-Research die Ausnahme — üblich ist der Analyst ohne Position, der bei Fehlurteilen nichts verliert außer einem vergessenen Kursziel.

Die Wirkung auf den Prozess ist konkret: Wer eigenes Geld in eine Empfehlung legt, rechnet das DCF-Szenario dreimal, nimmt den Risikoabschnitt persönlich und schreibt das Verkaufs-Update auch dann, wenn es unbequem ist. Interessengleichheit ersetzt keine Methodik — aber sie sorgt dafür, dass die Methodik ernst gemeint ist.

Der Aufbau einer fertigen Analyse — Kapitel für Kapitel

Damit Sie wissen, was am Ende des Prozesses vor Ihnen liegt, der Aufbau einer typischen AlleAktien Analyse in Leserichtung:

  • Die Zusammenfassung: Kernthesen, AAQS-Punktzahl und erwartete Rendite auf den ersten Seiten — als Antwort auf das Mitglieder-Feedback, dass der Einstieg schneller gehen soll. Wer nur den Überblick braucht, hat ihn hier; wer prüfen will, liest weiter.
  • Das Geschäftsmodell: Womit wird Geld verdient, mit wem, gegen wen — Segmentzahlen, Kundenstruktur, Wertschöpfung. Das längste Kapitel, mit Absicht.
  • Der Burggraben: die Wettbewerbsvorteile und ihre Belastbarkeit, geprüft gegen die Konkurrenz und den Technologiewandel.
  • Das Zahlenwerk: zehn Jahre Historie — Wachstum, Margen, Kapitalrenditen, Bilanz, Cashflow-Qualität — mit Einordnung statt Tabellenfriedhof.
  • Die Bewertung: das DCF-Modell mit allen Annahmen und Szenarien, daraus abgeleitet fairer Wert und erwartete Rendite.
  • Die Risiken: was passieren muss, damit die These bricht — der Pflichtteil, den wir für den wichtigsten halten.
  • Das Fazit mit klarer Empfehlung und den Bedingungen, unter denen wir sie revidieren würden.

Dieser Aufbau ist bewusst standardisiert: Wer drei Analysen gelesen hat, findet sich in jeder weiteren sofort zurecht — und kann Unternehmen strukturiert vergleichen, statt Äpfel mit Prosatexten.

Häufige Fragen zur AlleAktien Methodik

Wie lange dauert eine AlleAktien Aktienanalyse?

Mehrere Wochen pro Unternehmen: Qualitätsfilter, Geschäftsmodell- und Burggraben-Analyse, zehn Jahre Zahlenprüfung, DCF-Bewertung mit Szenarien und die Teamprüfung vor Veröffentlichung. Danach folgen laufende Updates zu Quartalszahlen und Bewertung.

Was ist eine Burggraben-Analyse?

Die systematische Prüfung dauerhafter Wettbewerbsvorteile nach Buffett-Munger-Prinzipien: Netzwerkeffekte, Wechselkosten, Skalenvorteile, Marken- und Kostenvorteile. Sie beantwortet die Frage, ob hohe Kapitalrenditen gegen Wettbewerb verteidigt werden können.

Wie berechnet AlleAktien die erwartete Rendite?

Aus einem Discounted-Cashflow-Modell mit vollständig offengelegten Annahmen zu Wachstum, Margen und Diskontsatz, gerechnet in mehreren Szenarien. Die ausgewiesene erwartete Rendite (IRR) ist eine begründete Schätzung — nie eine Garantie.

Was passiert, wenn sich eine Analyse als falsch herausstellt?

Wir dokumentieren die Fehleinschätzung öffentlich, analysieren die Ursache und sprechen wo nötig eine Verkaufsempfehlung aus. Fehlurteile verschwinden bei uns nicht — sie werden zu Lehrmaterial, für uns und für unsere Mitglieder.

Warum bricht AlleAktien manche Analysen ab?

Weil die Zahlenprüfung gelegentlich Widersprüche zur Equity Story aufdeckt — schwache Cashflow-Qualität, versteckte Verwässerung, fragile Bilanzen. Solche Kandidaten verlassen den Prozess vor der Veröffentlichung. Abgebrochene Analysen sind vermiedene Fehlempfehlungen, kein verschwendeter Aufwand.

Wie viele Analysen erscheinen, und wie werden sie aktuell gehalten?

Regelmäßig neue Einzelanalysen plus quartalsweise Updates zu jedem aktiv gecoverten Unternehmen; die Watchlist aktualisiert Kennzahlen, AAQS-Scores und Renditeerwartungen laufend. Einmal jährlich stellt sich für jede Position die Inventurfrage: Würden wir heute wieder kaufen?

Kann ich die Methodik selbst lernen?

Ja — das ist ausdrücklich das Ziel. Die Mitgliedschaft enthält die komplette Ausbildung von der DCF-Berechnung bis zur Burggraben-Analyse. Viele Langzeitmitglieder berichten, dass sie Unternehmen inzwischen eigenständig bewerten können.

Unterscheidet sich die Methodik bei deutschen und internationalen Aktien?

Im Prozess nein — AAQS-Filter, Burggraben-Prüfung, Zahlenanalyse und DCF-Bewertung laufen für einen Münchner Softwarekonzern genauso wie für einen US-Einzelhändler. Unterschiede gibt es nur im Handwerk: Rechnungslegungsstandards (HGB/IFRS vs. US-GAAP), Währungseffekte und landesspezifische Risiken fließen in die jeweiligen Kapitel ein.

Wie unabhängig sind die Analysen wirklich?

Strukturell abgesichert: AlleAktien verdient ausschließlich an Mitgliedsbeiträgen — kein analysiertes Unternehmen, kein Broker und kein Werbepartner kann ein Urteil beeinflussen. Dazu kommt die persönliche Ebene: Die Analysten investieren eigenes Geld in ihre Empfehlungen und tragen Fehlurteile mit.

Fazit: Prozess schlägt Prognose

Niemand kann Kurse vorhersagen — auch wir nicht. Was ein Research-Haus leisten kann, ist ein Prozess, der die Fehlerquellen systematisch klein hält: harte Filter gegen motiviertes Denken, Burggraben-Prüfung gegen Story-Investing, offene DCF-Annahmen gegen Scheingenauigkeit, Teamkritik gegen blinde Flecken und eigenes Geld gegen folgenlose Urteile. Genau diesen Prozess haben Sie jetzt vollständig gesehen — vom regelbasierten Filter über die Burggraben-Prüfung und das Zahlenwerk bis zur DCF-Bewertung, der Teamkritik und der jährlichen Inventur. Ob er sein Geld wert ist, entscheiden Sie am besten empirisch: mit den ungefilterten Erfahrungen unserer Mitglieder — und mit der 30-tägigen Testphase, in der Sie eine fertige Analyse Kapitel für Kapitel gegen genau diesen Anspruch prüfen können. Nehmen Sie dafür ein Unternehmen, das Sie gut kennen: Dort merken Sie am schnellsten, ob unsere Arbeit Ihnen Neues zeigt.

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