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Anonym
Gut am Arbeitgeber finde ich: Ich habe viel über Arbeitsrecht gelernt und auch über die Abgründe der Arbeitswelt und problematische Vorgesetzte. Schlecht am Arbeitgeber finde ich: Weitreichende Entscheidungen wurden mit einem starken Fokus auf die Befindlichkeiten der Eigentümer getroffen. Die Mitarbeiter:innen waren nur nützliche Deppen. Verbesserungsvorschläge: Besser niemanden mehr einstellen! Arbeitsatmosphäre: Wir waren bis Ende 2023 ein tolles, motiviertes und qualifiziertes Team. Die Kolleg:innen haben sowohl in den Projekten als auch in der Produktenwicklung großartige Arbeit geleistet und wurden dabei von einem der drei Eigentümer inhaltlich konstruktiv und wohlwollend unterstützt. Leider war der andere Eigentümer (nach Ansicht zahlreicher Mitarbeiter) unzumutbar, von Respekt, Verständnis oder Wertschätzung konnte da kaum die Rede sein. Und der dritte Eigentümer, der sich um die Mitarbeiteragenden hätte kümmern sollen, hatte von Unternehmens- und Mitarbeiterführung (nach meiner Einschätzung) leider wenig Ahnung. Image: Muss man nicht kennen. Der Gewerkschaft für Privatangestellte ist das Unternehmen ein Begriff. Work-Life-Balance: Keine Kernzeit, selten explizite Aufforderungen, Überstunden zu leisten, aber die klare Erwartung, dass alles wie am Schnürchen läuft - trotz der teilweise hohen Mitarbeiter-Fluktuation (deren Ursache natürlich bei den Mitarbeiter:innen verortet wurde). Im Projektgeschäft hatten sich bei manchen Mitarbeiter:innen Hunderte Plusstunden akkumuliert. Karriere/Weiterbildung: Udemy-Kurse wurden auf Nachfrage bezahlt, das wusste aber jahrelang niemand. Die Initiative lag bei den Mitarbeiter:innen, eine aktive Mitarbeiterführung gab es nicht. Gehalt/Sozialleistungen: Mindestgehalt nach KV. Sodexo-Gutscheine (2€/Tag) bei Anwesenheit im Büro, Fruchtsäfte, Eis. Umwelt-/Sozialbewusstsein: Müll wurde ein bisschen getrennt. Ich will mich ja nicht wiederholen, aber *alle* Angestellten wurden im Jänner 2024 ohne Not gekündigt (bei den Betriebsrät:innen hat es aus rechtlichen Gründen etwas länger gedauert). Alle behauptete "soziale Verantwortung" ist damit eine Farce, oder etwa nicht? Kollegenzusammenhalt: Ich weine der Firma keine Träne nach, aber die Kolleg:innen vermisse ich. Es hat Spaß gemacht, mit euch zusammenzuarbeiten, und wir waren richtig gut! Umgang mit älteren Kollegen: Auch die wurden gekündigt. Vorgesetztenverhalten: Die gesamte Belegschaft ratz-fatz kündigen, nach einem extrem erfolgreichen Geschäftsjahr? Nur wenige Monate nach der Betriebsratsgründung? Hinter vorgehaltener Hand (und auch vor Gericht) über die angeblich fehlende Kompetenz von Mitarbeiter:innen jammern? Einfach nur letztklassig. Arbeitsbedingungen: Das Büro war ok, nicht aufregend aber auch nicht unangenehm. Manche durften regelmäßig Home-Office machen - andere eher selten. Kommunikation: Als die Belegschaft im August 2023 angekündigt hatte, einen Betriebsrat gründen zu wollen (was wir dann auch getan haben), wurde der Ton im Unternehmen sehr rau. Im Jänner 2024 wurde die gesamte Belegschaft (sic!) gekündigt. Aus Sicht der Eigentümer gibt es da natürlich keinen ursächlichen Zusammenhang. Jedenfalls wurden wir von der geplanten Massenkündigung zum rechtlich spätestmöglichen Zeitpunkt informiert, das kann man wohl kaum transparente Kommunikation nennen. Auch zuvor hatten z.B. Mitarbeitergespräche nur unregelmäßig stattgefunden. Von den Eigentümern sporadisch einberufene Informationstreffen waren von unidrektionaler Kommunikation geprägt. Gleichberechtigung: Naja, gekündigt wurden alle, ohne Ausnahme oder Diskriminierung. Interessante Aufgaben: Das Unternehmen ist weder technologisch, noch organisatorisch oder kulturell "state of the art". Die Geschäftsidee und die Belegschaft hatten Potential, aber das wurde (imho) dem verletzten Ego der Eigentümer geopfert.
Anonym
Gut am Arbeitgeber finde ich: Die Typen wussten was sie wollten. Schlecht am Arbeitgeber finde ich: Schlecht finde ich nichts, aber manchmal wären längere Pausen nach abgeschlossenen Projekten super gewesen. Ich versteh schon das ich bezahlt wurde um zu arbeiten. Aber die Typen hatten immer neue Aufgaben. Es gab eigentlich keine Stehzeit. Doch manchmal wär das schon wünschenswert. Verbesserungsvorschläge: Nicht jeder kann mit einer direkten Art umgehen- Image: Die Firma ist nicht sehr bekannt Work-Life-Balance: Wir sollten keine Mehrarbeit leisten, aber wenn nötig konnten wir das sofot abbauen - wenn man wollte. Karriere/Weiterbildung: Kein Problem, aber ich musste mich melden. Es wurde aber dann alles ermöglicht wenns im Rahmen blieb. Aber ich machte nur ein paar Kurse, Online Schulungen und hab Magazine/Bücher konsumiert. Mir war aber wichtiger das ich Zeit bekam für Weiterbildung und Verbesserung - in der Arbeitszeit. Da hab ich mir einfach angesehen was mich interessiert hat und das war abgesprochen - sehr unbürokratisch. Gehalt/Sozialleistungen: Natürlich hätte ich gerne mehr verdient, aber es hat schon gepasst. Preis/Leistung war fair. Umwelt-/Sozialbewusstsein: Mülltrennung, Fair-trade Kaffee Umgang mit älteren Kollegen: das Team war nicht über 35 im Schnitt :) Vorgesetztenverhalten: Immer ein offenes Ohr Arbeitsbedingungen: Regelmässige Firmenevents, Mitarbeitergespräche, Weiterbildung auf eingenen Wunsch, Online Schulungen, Dart Scheibe, Kicker, Beamer Kommunikation: Manchmal wäre ich über Entscheidungen gerne früher informiert werden Interessante Aufgaben: Bei uns waren immer die aktuellsten Technologien im Einsatz, aber bei Kundenprojekten war das nur selten erforderlich. Da wars dann eher so das mit gut etablierten Standards gearbeitet wurde. Aber es kam das hauseigene Framework zum Einsatz. Das war am Anfang ungewohnt, aber es war halt schon voll mächtig und die Kundenprojekte waren immer qualitativ hochwertig.
Anonym
Schlecht am Arbeitgeber finde ich: So ziemlich alles (kein Schwachsinn). Alles war quasi ein PITA, vom Homeoffice beantragen (ja wir mussten unsere großzügigen 2 Tage Homeoffice BEANTRAGEN und zwar jede Woche erneut!) bis zu der Unfähigkeit ein Projekt zu leiten. Die Leitung (sprich: wenn der Chef mal Zeit hatte seine Wünsche richtig auszuformulieren) war katastrophal (nix da mit Scrum oder so). Und jetzt denkt man sich bestimmt, schlimmer kanns gar nicht werden, OH DOCH: Als die Atmosphäre immer mehr am Kippen war, Vorgesetzter hatte immer mehr Stress (sowohl privat aus als auch beruflich) und ließ diesen oft an uns aus, die nicht vorhandene Planung noch mehr verschwand und die Anforderungen trotz akutem Mitarbeitermangel sich immer mehr erhöhten, gründeten wir einen Betriebsrat. Und ehrlich gesagt, hätte ich gewusst, welche Ausmaße diese Aktion auslösen würde, ich hätte auf der Stelle gekündigt. Als, wie gesagt, die angespannte Atmosphäre auf einem Allzeithoch war, wurde uns nach der Betriebssitzung (zur Gründung des Betriebsrates) ein über 10 Minuten langer Vortrag gehalten, wie rücksichtslos und "ins Herz stechend" das von uns war. Von diesem Tag an gab es auch "zufällig" kein gratis Mineralwasser, kein gratis Eis und auch das zum Arbeiten erforderliche! WLAN nicht mehr. "Offiziell" gingen die Bestellungen anscheinend immer unter und das habe ja nichts mit dem Betriebsrat zu tun. Ja.. wers glaubt... Daraufhin spitze sich die ganze Situation erneut immer mehr zu und man wurde praktisch nicht mehr von den Vorgesetzten angesehen. Die Geschichte endet damit, dass die gesamte Belegschaft ein paar Monate nach der Gründung des Betriebsrates ohne Ausnahme gekündigt wurde. "Offiziell" lag es nicht daran. Man möge sich eine eigene Meinung machen. Verbesserungsvorschläge: Die Liste wäre zu lange, um es auch nur wert zu sein, hier abgetippt zu werden. Arbeitsatmosphäre: Von Anfang an wurde man teilweise nur als niederer Arbeiter behandelt. Oft war dies nur unterschwellig, doch manchmal wurden auch echt grenzwertige Aussagen getätigt, wo man dann spätestens wusste, als was man angesehen wird. Es wurden ständige genaue Zeitpläne gefordert, für Aufgaben, die teilweise unschätzbar waren (Schätzungen wurden oft noch VOR der Recherche gefordert). Und wenn diese dann "Oh Wunder" nicht einhaltbar waren, wurde man blöd angemault, an was es den diesmal gelegen ist, weil "das kanns ja nicht schon wieder sein" (klingt fast danach, dass der Prozess das Problem sein könnte). Work-Life-Balance: Man kann von diesem Unternehmen vieles behaupten und das meiste sogar zu Recht, aber über die Work-Life-Balance kann ICH mich persönlich nicht wirklich beschweren. Ja manchmal gabs denn ein oder anderen Anmotzer, wenn man die "nicht existierende Kernzeit" tatsächlich ausnutzte, dies war mir aber eher egal. Bei den anderen sah es da aber zum Teil auch ganz schön anders aus... Umwelt-/Sozialbewusstsein: Es gab zwar "getrennte" Mülleimer, doch diese wurden selbst von den Vorgesetzten mehr als "Empfehlungen" behandelt. Karriere/Weiterbildung: Da es keine Projektleiter, sondern nur Entwickler im Unternehmen gab, hatte man somit null Chancen aufzusteigen. Ja technisch gesehen wurden, gegen Ende hin, Weiterbildungen angeboten. Aber durch die Kündigung der gesamten Belegschaft keine 2 Monate danach, war dies auch überflüssig. Kollegenzusammenhalt: Wie geht das Sprichwort, die gemeinsame Abneigung gegen jemand anderes schweißt zusammen? So schlimm die Zeit dort auch für mich war, mir tat es echt weh als ich die Kollegen verlassen musste. Ich pflege bis heute noch regen Kontakt mit den meisten und ich bin echt froh sie alle kennengelernt zu haben! Solche Kollegen finde ich wahrscheinlich kein zweites Mal. Vorgesetztenverhalten: Da war fast alles dabei... Am schlimmsten fand ich aber den Vorgesetzten der Produktentwicklung, dieser hielt sich immer für unfehlbar und man war ja eh nicht gut genug um ihm das Wasser zu reichen. Lob gab es kein, da keine Beschwerde Lob genug sei. So eine Herabgellase werde ich mir nie wieder in meinem Leben bieten lassen. Arbeitsbedingungen: Ich denke in Bezug auf die oben abgegebenen Kommentare, muss ich hierzu nicht mehr viel erwähnen. Wem seine Psyche wichtig ist, sollte sich dringends woanders umschauen. Man kann eigentlich nur gewinnen. Kommunikation: Tja, die Kommunikation. Hier passierte so wenig, dass es schwerfällt es überhaupt zu beschreiben. Z.B. erfuhren wir (die gesamte Belegschaft) die meisten Neuigkeiten und geplanten Ziele des Unternehmens erst über das öffentliche LinkedIn Profil, auf das wir zufällig stießen. Gehalt/Sozialleistungen: Ich bekam nur etwas über dem damaligen Kollektivvertrag und man musste um jede Erhöhung quasi streiten. Ja es gab auch Sodexo Gutscheine (2€ pro Tag ANWESENHEIT Vorort!), doch diese waren den Aufwand fast nicht wert. Gleichberechtigung: So traurig es im Jahre 2024 auch klingen mag, aber laut meinen Informationen bekam der, noch dazu sehr kleine Frauenanteil, systematisch weniger und mussten auch mehr um jeden 100er kämpfen. Interessante Aufgaben: Fairerweise waren die Aufgaben meistens interessant für mich, ich hatte aber auch das Glück nicht in der direkten Produktentwicklung zu sein (altes Java und wahnwitzige Programmierrichtlinien).
Anonym
Gut am Arbeitgeber finde ich: Es wurde voll auf meine Bedürfnisse eingegangen und ich konnte wählen was ich machen möchte. Schlecht am Arbeitgeber finde ich: Das ich gekündigt wurde. Verbesserungsvorschläge: Wachsen und bekannter werden. Manchmal mehr Pausen zwischen abgeschlossenen Projekten und nicht gleich das nächste Projekt starten. Arbeitsatmosphäre: Es wurde voll viel für uns gemacht. Wir hatten einen Tischfußballtisch, Dart Scheibe, gratis Eis und Getränke, Firmenevents im Quartal, Essensgutscheine, einen ordentlichen Gutschein zu Weihnachten, die Möglichkeit zur Weiterbildung (wenn man es aktiv wollte), Mitarbeitergespräche, immer wieder neue Herausforderungen. Image: Das Unternehmen ist nicht riesig und das war auch ein Grund warum es manchmal nicht so cool war. Manchmal möchte man das Image eines großen Unternehmens in Form eines kleinen Unternehmens haben. Work-Life-Balance: Ich kam nie in die Verlegenheit das ich mal Überstunden machen musste. Wenn ich mehr gearbeitet habe, dann weil ich wollte oder ich so viel Spaß hatte. Freitag ging ich sowieso immer um 12:00 und Homeoffice hat voll einfach funktioniert. Karriere/Weiterbildung: Schulungsprogramme kamen erst im letzten Jahr und wenn man von sich aus keine Weiterbildung anstrebte, war das auch vom Unternehmen nicht vorgeschrieben. Man musste also selbst aufzeigen und fordern. Aber dann ging's schon ganz gut. Es gab sogar Budgets für Weiterbildungen pro Person. Kollegenzusammenhalt: Wir verstanden uns voll super. Vorgesetztenverhalten: Immer total korrekt. Es kam zwar auch manchmal zu klaren Ansagen, aber die waren nie persönlich sondern immer sachlich und Leistungsbezogen. Wenn mal was schief ging oder Deadlines nicht eingehalten wurden, dann gab es keine lobenden Worte. Aber es gab wirklich of Lob und Anerkennung für meine Arbeit. Das tat immer gut. Kommunikation: Es war immer was zu tun und es wurde immer klar definiert was die Aufgaben sind. Manchmal war es aber etwas unverständlich. Im Nachhinein ist mir aber klar das es auch ein wenig an mir gelegen hat. Die Eigeninitiative war eher gering und das kann mein Ansprechpartner auch nichts dafür. Interessante Aufgaben: Ich habe immer mit aktuellsten Technologien gearbeitet, egal in welchem Bereich. Ich konnte mich einbringen mit Ideen und Vorschlägen und nicht alles wurde für gut befunden, aber ich hatte schon das Gefühl das meine Stimme zählt.
Anonym
Arbeitsatmosphäre: Die Arbeitsatmosphäre war lange Zeit gut, doch sobald die Mitarbeiterinnen versuchten, sich durch einen Betriebsrat aktiv an wichtigen Entscheidungsprozessen in der Firma zu beteiligen, änderte sich das Klima schlagartig um 180°. Schlussendlich wurden ich und einige der KollegInnen mit der Begründung, das Unternehmen in kleinerem Rahmen weiterzuführen, entlassen. Kollegenzusammenhalt: Tip Top Vorgesetztenverhalten: Das Vorgesetztenverhalten war zunächst akzeptabel, aber bei der Gründung des Betriebsrats zeigten die Vorgesetzten ihr wahres Gesicht. Was vorher als kooperativ und unterstützend erschien, verwandelte sich plötzlich in Druck und Unnachgiebigkeit. Schlussendlich wurden ich und einige der KollegInnen mit der Begründung, das Unternehmen in kleinerem Rahmen weiterzuführen, entlassen. Kommunikation: Die Kommunikation war die meiste Zeit zwar in Ordnung, jedoch wurde relativ viel Geheimniskrämerei betrieben.
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Auch nicht für Geld. Unclaimed ist fair. Claimed gibt das Mikrofon — nicht den Radiergummi.